Das waren die: UNIKATE 2022

Nach dem Erfolg vom letzten Jahr fand vom 16. bis zum 20. November die zweite Edition des UNIKATE-Festivals im Theater am Torbogen in Rottenburg am Neckar statt. An fünf Tagen wurden faszinierende Produktionen der Figurentheaterszene präsentiert. Neue Inszenierungen von Nachwuchs Figurenspieler*innen wie auch von weltweit agierenden Künstler*innen waren bei der UNIKATE vertreten.

Konzert der stillen Formen

Ob es um die Kunst geht eine Wurst zu teilen, um den Tanz eines bizarren Urzeit-Fossils oder um kaputte Posaunen, die eine musikalische Seele haben: die UNIKATE spielten mit dem Verhältnis von Realität und Illusion. Sie hinterfragen unsere Lebensweise und öffnen Freiräume der Fantasie – für Jung und Alt.

Ein besonderes Merkmal der diesjährigen UNIKATE waren die Artist Talks im Theatercafé. Nach jeder Aufführung hat Michael Miensopoust mit den darstellenden Künstler*innen des Tages ein Gespräch geführt – Theater ganz nah und greifbar!

 

Game On

Zum Auftakt der UNIKATE präsentierten die Teilnehmerinnen des Rechercheprojekts „Konzert der stillen Formen“, das durch das TaT ermöglicht wurde, ihre ersten Ergebnisse. Die jungen Figurentheaterabsolventinnen Anniek Vetter und Adeline Rüss haben gemeinsam mit Melanie Florschütz über vier Wochen Stille gesammelt und erforscht: Was ist eigentlich Stille? Wo kommt sie her? Gab es sie schon immer? Wie nehmen wir Stille wahr?

 

Theater zu den Menschen bringen, steht ebenfalls im Fokus der UNIKATE. Das Team um Pascal Sangl hat bei einer geschlossenen Veranstaltung im Eugen-Bolz-Gymnasium das Thema Freundschaft und Dazugehörigkeit im Stück „Game on“ präsentiert. Im Anschluss fand ein Workshop mit den Schüler*innen statt.

Wuff – wer rettet die Welt

Grundlegende Werte des sozialen Miteinanders wurden in dem Theaterstück „Wuff – wer rettet die Welt“ thematisiert. Das preisgekrönte Ensemble Materialtheater aus Stuttgart weist mit Humor auf die Wichtigkeit des Teilens und des Mitgefühls hin.

In dem Format „3 Shorties an einem Abend“ zeigen Anne-Kathrin Klatt, Elena Sofie Böhler und Lara Epp kurzformatige Stücke. Die Vorstellungen behandelten die Erfahrungen und Grenzen des Körperlichen.

Am letzten Festival-Tag steht Puppenspieler Lutz Großmann auf der Bühne im TaT. Das Handpuppentheater für Erwachsene „Hände hoch“ ist eine Hommage an die Hand in handlichen Szenen mit Putzfrau, Hund und Livemusik vom Zweihand-Orchester.